Thema

Sucht, Medien und riskantes Verhalten

Beratung, Suchtambulanzen und familienbezogene nächste Schritte.

Elternsprache

Medien, Substanzen oder riskantes Verhalten nehmen zu viel Raum ein.

Fachliche Orientierung: ICD-10 F10-F19, ICD-11 6C40-6C5Z. Diese Seite stellt keine Diagnose.

Zwischen normaler Nutzung und Sucht

Dass Jugendliche viel Zeit mit Handy, Games oder Streaming verbringen, ist erst einmal normal und kein Grund zur Panik. Problematisch wird es, wenn die Nutzung den Alltag bestimmt, andere Interessen verdrängt, Schlaf und Schule leiden und Versuche, sie zu reduzieren, scheitern. Ähnliches gilt für Substanzen: Hier kommt die gesundheitliche Gefährdung hinzu.

Wichtig ist der Blick dahinter. Übermäßiger Medienkonsum oder Substanzgebrauch ist oft ein Versuch, etwas anderes zu regulieren: Stress, Einsamkeit, Angst, Langeweile. Wer nur das Symptom bekämpft, übersieht das Eigentliche.

Woran ihr es merkt

  • Die Nutzung lässt sich kaum noch begrenzen, Konflikte darüber eskalieren.
  • Hobbys, Freunde und Bewegung treten in den Hintergrund.
  • Schlaf, Schule und Stimmung leiden spürbar.
  • Bei Substanzen: Heimlichkeit, Leistungsabfall, neuer Freundeskreis, Geldbedarf.

Was ihr tun könnt

Beziehung schlägt Verbot. Komplette Verbote führen meist in den Machtkampf und in die Heimlichkeit. Hilfreicher sind klare, gemeinsam ausgehandelte Regeln, medienfreie Zeiten für die ganze Familie und ehrliches Interesse daran, was das Kind dort eigentlich sucht.

Wo es Hilfe gibt

Suchtberatungsstellen für junge Menschen beraten kostenlos und oft anonym, auch für Eltern. Bei stärkerer Ausprägung helfen kinder- und jugendpsychiatrische Praxen und spezialisierte Ambulanzen. Eine erste Orientierung gibt der Hilfeweg.

Häufige Eltern-Fragen

Ab wann ist Mediennutzung problematisch?

Wenn die Nutzung den Alltag dominiert, andere Interessen verdrängt, Schlaf oder Schule beeinträchtigt und Versuche der Reduktion scheitern. Bei Substanzgebrauch zählt zusätzlich die gesundheitliche Gefährdung.

Wer ist zuständig?

Suchtberatungsstellen für junge Menschen, Kinder- und Jugendpsychiatrische Praxen und Ambulanzen sowie spezialisierte Sucht-Stationen bei stärkerer Ausprägung.

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